Über Alemannia

Die Alamannen oder Alemannen waren eine antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe , die dem westgermanischen Kulturkreis zugeordnet wird. Namentlich wurden sie zum ersten Mal im Jahre 289 in Trier in einer Lobrede auf Kaiser Maximian genannt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Bezeichnung Germani für verschiedenen Stämme an der Elbe üblich. Diese Stämme wanderten um 213 in das Maingebiet ein und entrissen den Römern Süd-West Deutschland, das Elsass und die Ostschweiz. Die Alemannen hatten keinen Einkönig-System (Grosskönig), sondern mehrere Alemannen-Könige.

Um 500 unterwarfen die Franken mit ihrem König Chlodwig die Alemannen in mehreren Schlachten, wobei die Schlacht bei Zülpich im Jahre 496 eine entscheidende Niederlage darstellte. Die Alemannen verloren weitgehend ihre Selbständigkeit und im sogenannten »Blutgericht zu Cannstatt« 746 wurde ihr Stammesherzogtum abgeschafft. Auf dem Gebiet bildete sich das Herzogtum Schwaben, wenn auch basierend auf einer anderen Machtbasis, und seit dem 9 Jahrhundert ersetze der alte Name Schwaben die Bezeichung “Alemannen”. Die Alemannengebiete lagen vor allem im heutigen Baden-Württemberg und Elsass, in Bayerisch-Schwaben, der Deutschschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg.

Später übertrugen Franzosen, Spanier und andere den Namen Alemannia auf die Bewohner ganz Deutschlands (vgl. Allemagne).